Neues aus unserer Gesamtkirchengemeinde

Abschied von Pfarrerin Tamara Kaulich

In den vergangenen knapp fünf Jahren in den Kirchengemeinden Billertshausen und Zell ist viel gewachsen: Begegnung, Gespräche sowie gemeinsame Wege im Glauben und im Leben. Ich habe hier viele Menschen kennengelernt, die mir ans Herz gewachsen sind – in unterschiedlichsten Gottesdienst und im Gemeindealltag. Für diese Offenheit und das damit einhergehende Vertrauen möchte ich mich bei Ihnen und Euch herzlich bedanken.

In diesem Jahr begleitet viele die Jahreslosung „Siehe, ich mache alles neu.“ (Offb. 21,5). Es beschreibt Abschied und Aufbruch. Das ist so treffend für die aktuelle Zeit. 

Mitte Mai war der Notartermin für das Pfarrhaus Billertshausen und eine junge Familie wird hoffentlich noch in diesem Jahr dort einziehen. Für die Kirchengemeinde bedeutet das ein Aufbruch in eine neue Weise, Gemeindeleben vor Ort zu gestalten. Hinzu kommt: Mein befristeter Verwaltungsdienstauftrag wäre offiziell mit dem 31. Dezember 2026 geendet. Das ist der Grund gewesen, selbst meinen Weg zu wählen und mich bei der Gesamtkirchengemeinde Lauterbach-Wartenberg zu bewerben. Am 23. August um 18 Uhr auf dem Getürms verabschiede ich mich im Gottesdienst offiziell und werde zum 1. September meinen Weg als Pfarrerin in Wartenberg-Rudlos fortsetzen. 

Fakt ist:

Auch hier müssen neue Wege gefunden werden. Das Gute daran ist: Bei Null beginnt dieses Neue nicht. Gott bleibt beständig an der Seite. Begegnungen und Erfahrungen miteinander bleiben Teil des gemeinsamen Wegabschnittes. Gott öffnet aber auch Räume für das, was vor uns liegt, und Neues darf entstehen. Pfarrer Frank Hammel wird Sie dabei begleiten. Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt! In diesem Sinne: Herzlichen Dank für die Weggemeinschaft!

Ihre/ Eure Pfarrerin Tamara Kaulich

Perlen an Elbe und Moldau

Kirchengemeinden Billertshausen und Zell fahren mit Partnergemeinde Authausen mit dem Rad bis nach Prag

Kürzlich fand die 21. Familienfahrradfreizeit der Kirchspiele Billertshausen und Authausen (Sachsen) mit 36 Radbegeisterten zwischen fünf und 74 Jahren statt.

Ausgangspunkt der fünftägigen Radtour war Dresden. Dort trafen sich die Radler aus den beiden Kirchspielen, um gemeinsam den Elbe-Moldau-Radweg zu erkunden.

Zunächst führte die Tour mit dem Rad durch Dresden, vorbei an den bekannten Sehenswürdigkeiten wie Semperoper, Zwinger und Frauenkirche. Wieder zurück auf dem Elberadweg bestaunte die Gruppe die Schlösser am gegenüberliegenden Ufer sowie das „Blaue Wunder“, eine beeindruckende Stahlkonstruktion über die Elbe.

Mit Dresden im Rücken ging es dann flussaufwärts mit Blick auf die imposanten Jugendstilvillen am rechtsseitigen Elbeufer und den gewaltigen Steinformationen des Elbsandsteingebirges in der Sächsischen Schweiz bis nach Ustin ad Labem.

Beeindruckend war die aufblühende und fast pittoresk anmutende Landschaft im Frühlingserwachen.

Die deutsch-tschechische Grenze mit dem Fahrrad zu passieren war ebenfalls sehr interessant.

Am Zusammenfluss von Moldau und Elbe bei Melnik konnte man erkennen, dass die Moldau eigentlich bis dahin der wasserführendere Fluss ist.

Das Highlight der Radtour war Prag, die tschechische Hauptstadt. Eine Stadtführung per Bus zum Hradschin, dem Prager Burgberg, bot einen herrlichen Blick über die Stadt.

Weitere Sehenswürdigkeiten zu Fuß, wie Karlsbrücke und astronomische Uhr, rundeten das Programm ab.

Besonderer Dank gilt EBKE-Radreisen für die freundliche und flexible Reisebegleitung auf der gesamten Tour.

Mit dem Lied „Möge die Straße uns zusammenführen…“ verabschiedeten sich die beiden Kirchengemeinden mit der Hoffnung auf eine 22. Familienradtour im nächsten Jahr.

Karin Born

Seit 01. Januar 2026 sind wir eine Gesamtkirchengemeinde!

Wir nennen uns “am Vogelsberger Himmelborn”.

Das ist nicht nur ein schöner Name, sondern auch in unserer Gemarkung zu finden: Zwischen Heimertshausen, Ober-Gleen und Ehringshausen lässt sich eine kleine Quelle finden, die sich so nennt. Mehr Infos über die Lage finden Sie hier: Himmelborn - Vogelsberg.wiki

Ich bin dann mal weg!

Pfarrer Peter Weigle verabschiedet sich in den Ruhestand

Mein Schlaganfall in 2024 hat Spuren hinterlassen. Alles wirkte von da an mühseliger und zugleich fruchtloser auf mich. Zudem wurde der Spagat zwischen den zwei Nachbarschaftsräumen, für die ich tätig bin, immer schwieriger. Zunächst gedachte ich nur, diesen Spagat zu beenden und nur noch für das Gruppenpfarramt tätig zu sein. Als sich aber abzeichnete, dass wir im Gruppenpfarramt mit einem neuen Kollegen rechnen dürfen, beschloss ich, ganz aufzuhören. Noch ist in dieser Hinsicht gegenwärtig aber nichts gewiss.

Mit dem 31.12.25 endet also nun meine Zeit im aktiven Pfarrdienst und ich schäme mich festzustellen: Ich sehne mich den Tagen des Ruhestands entgegen. Auch meine Schwerbehinderung von offiziell 100% trägt zu meiner allgemeinen Erschöpfung bei.

 

Liebenswerter Beruf – ungnädige Bedingungen

Seit meinem Entschluss aufzuhören, spüre ich eine wachsende Erleichterung. Ich liebe meinen Beruf, aber nicht die Bedingungen, unter denen er zunehmend stattfindet. Im Grunde meines Herzens wollte ich immer schlicht der gute Hirte meiner Gemeinden sein. Bei einer Zuständigkeit für 13 Dörfer von Rainrod bis Rülfenrod ist das nicht mehr zu machen. Ich war zunehmend überfordert. Leider war ich über weite Strecken nicht der Pfarrer, der ich sein wollte, respektive der, den Sie verdient hätten.

 

‚Der beste Pfarrer der Welt‘

Und doch, vieles war von guten Mächten wunderbar getragen, und ich blicke auf viele innige Begegnungen und Momente zurück. Es war für mich oft ein sehr berührendes Wunder, wie viele Menschen sich so sehr öffneten und sich haben berühren lassen. Man war oft genug erstaunlich wohlmeinend und großherzig mit mir. Letzte Woche kam ich in den Buchladen Lesezeichen in Lauterbach. Da sagt eine Dame zur Buchhändlerin: ‚Das ist der beste Pfarrer auf der ganzen Welt! Und wir haben ihn bei uns in Brauerschwend.‘ Schamlos übertrieben, aber schön. Der Applaus ist das Brot des Künstlers. Zum Glück hatte ich daran dank Ihnen wenig   Mangel.

 

‚Niemals geht man so ganz‘

Wie mancher ehemalige Kollege oder Kollegin werde ich weiterhin hier wohnen und sicher öfter für Vertretungsdienste herangezogen werden. Als ich aus meiner ersten Gemeinde verabschiedet wurde, schrieb mir eine Dame aus dem Kirchenvorstand: ‚… Und Du predigtest Gott als Freund und warst den Menschen ein Freund.‘ Sollte mein Wirken unter Ihnen nur annähernd diesen Eindruck vermittelt haben, würde mich das sehr freuen.

 

Offizielle Verabschiedung erst im Mai

Mein Verabschiedungsgottesdienst wird erst im kommenden Jahr stattfinden, am 10. Mai 2026 um 14.00 Uhr für beide Nachbarschaftsräume in Brauerschwend.

 

 

Danke, dass ich Ihr/Euer Pfarrer sein durfte!

 

Von Herzen

Pfarrer Peter Weigle

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